Neurofinance– Anlageentscheidungen mit Hirn! | 532

Die Psychologie der Menschen im Umgang mit Geld anhand der Abläufe im Gehirn verstehen und mit den richtigen Methoden mehr Erfolg an den Kapitalmärkten und in der Anlageberatung erzielen.

23.10.2017 – 24.10.2017 / 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe, Bonn

Zielgruppe
Anlageberater im Privatkundengeschäft und institutionelle Vermögensverwalter

Ziele
Das Seminar widmet sich den noch relativ jungen und spannenden Erkenntnissen der experimentellen Neurofinance-Forschung. Moderne bildgebende Verfahren erlauben es uns heute, Abläufe im Gehirn sichtbar zu machen und damit das menschliche Verhalten im Umgang mit Geld neurowissenschaftlich zu analysieren. Wie wird Geld in unseren Köpfen repräsentiert, und welche neuronalen Strukturen sind mitder Verarbeitung von Geld befasst? Anhand einiger Beispiele aus dem Labor und der realen Wirtschaft lassen sich irrationaleFinanzentscheidungen und der enorme Einfluss von Emotionen auf unser Verhalten an den Kapitalmärkten darstellen. Viele der unbewussten Verhaltensweisen und automatischen Reiz-Reaktions-Muster sind das Ergebnis von Jahrmillionen menschlicher Evolution. Das Seminar befasst sich deshalb auch mit den evolutionsbiologischen Grundlagen finanzieller Entscheidungsprozesse.

Die Neurofinance-Forschung liefert nicht nur Erklärungen für viele Phänomene, die von der Verhaltensökonomie in den letzten Jahren beschrieben worden sind. Hirnforscher sind heute auch in der Lage,Anlegerverhalten vorherzusagen und zu beeinflussen. Es gibt Methoden und Instrumente, die Anlegern und Investoren helfen, an den Finanzmärkten nachweislich –im ökonomischen Sinn – bessereEntscheidungen zu treffen. Einige dieser Methoden werden im Seminar vorgestellt. Es gibt ausreichend Raum für Übungen und Fallbeispiele aus der Beratungspraxis.

Das Seminar richtet sich an Vermögensverwalter und alle institutionellen Investoren, die an den Finanzmärkten erfolgreicher agieren wollen. Es verschafft allen Anlageberatern in den Sparkassen zudem einen Wettbewerbsvorteil in der Betreuung von Privatkunden.

Inhalte

  • Einführung in die experimentelle Neurofinance-Forschung
  • Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Gehirns
  • Technologische Revolution durch bildgebende Verfahren (fMRT)
  • Evolutionsbiologische Grundlagen des menschlichen  Entscheidungsverhaltens
  • Einfluss von Hormonen und Neurotransmittern
  • Herdenverhalten als evolutionspsychologisches Phänomen begrenzter Rationalität
  • Limbisches Belohnungssystem („rewardsystem“)
  • Limbisches Verlustvermeidungssystem („lossavoidancesystem“)
  • „AnticipatoryAffect“-Modell zur Vorhersage von Finanzentscheidungen
  • Neuronale Basis der Neuen Erwartungsökonomie (warum wir Gewinner zu früh verkaufen und Verluste laufen lassen)
  • Kognitive Verzerrungen („framing, anchoring, dispositioneffect, overconfidencebias“) aus der Sicht der Hirnforschung
  • Neuronale Korrelate variabler Zeitpräferenzen (warum wir nicht adäquat für unser Alter vorsorgen)
  • Pharmakologische Manipulationen (z.B. „Brain-Enhancer“)
  • Neuroplastizität des menschlichen Gehirns
  • Bedeutung und Praxisrelevanz der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse für Anleger und Investoren
  • Methoden und Instrumente zur Verbesserung individueller Entscheidungskompetenzen an Finanzmärkten und in der Anlageberatung

Preis
€ 1.200,–

Dozent
Roland Ullrich, Brain & Business

Kontakt

Peter Fröhlich

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Sylvia van Detten

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